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Borealis erzielt Rekordergebnis im Jahr 2014

  • Borealis meldet einen Nettogewinn von EUR 571 Millionen im Jahr 2014 im Vergleich zu EUR 423 Millionen im Jahr 2013
  • Erfolgreiche Inbetriebnahme des Borouge 3-Megaprojekts
  • Ein aktives Konsolidierungsjahr für die Borealis Gruppe
KennzahlenQ4 

2014

Q4

2013

FT

2014

FT

2013

UmsatzerlöseEUR Millionen1.9802.1088.3308.106
NettogewinnEUR Millionen141148571423
Rückgang / (Anstieg)
der verzinslichen Nettoverschuldung
EUR Millionen25541(28)(225)
Verschuldungsquote (Gearing)%40%45%

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, meldet für das vierte Quartal 2014 einen Nettogewinn von EUR 141 Millionen im Vergleich zu EUR 148 Millionen im Vergleichszeitraum des Jahres 2013. Über das gesamte Jahr 2014 verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von EUR 571 Millionen im Vergleich zu EUR 423 Millionen im Jahr 2013. Die Gründe für die Ergebnisverbesserung im Vergleich zu 2013 waren generell stärkere Margen im Olefin- und Polyolefingeschäft und ein verbesserter Beitrag von Borouge infolge der Inbetriebnahme des Borouge 3-Projekts. Im Basischemikalienbereich blieben die Ergebnisse des Pflanzennährstoffgeschäfts aufgrund betrieblicher Herausforderungen in den neu übernommenen Anlagen in Frankreich hinter den Erwartungen zurück.

Die Nettoverschuldung ging im vierten Quartal um EUR 255 Millionen zurück, was hauptsächlich auf geringere Working Capital-Erfordernisse aufgrund des niedrigeren Preisniveaus im Polyolefinbereich und den Lagerabbau infolge der Fertigstellung des Turnarounds in Burghausen, Deutschland, zurückzuführen war. Im Jahr 2014 stieg die Nettoverschuldung um EUR 28 Millionen an. Mit einer Verschuldungsquote von 40 % ist Borealis jedoch finanziell weiterhin stark aufgestellt.

Kontinuierliche Weltklasse-Performance

Borealis verzeichnete im Jahr 2014 eine TRI-Häufigkeit (Total Recordable Injuries) von 1,3 pro Million Arbeitsstunden im Vergleich zu einer TRI-Häufigkeit von 1,5 im Jahr 2013. Obwohl eine TRI-Häufigkeit von unter 2 einen Weltklassewert in der Branche darstellt, verfolgt Borealis noch ehrgeizigere Ziele und wird deshalb weiterhin hart daran arbeiten, sein Ziel von null Verletzungen zu erreichen.

Inbetriebnahme von Borouge 3

Ein eindeutiges Jahreshighlight für Borouge, Borealis' Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, war die erfolgreiche Inbetriebnahme des Megaprojekts Borouge 3. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Crackers im Juni wurden bis zum Jahresende drei von fünf Polyolefinanlagen hochgefahren. Bei vollem Betrieb wird Borouge 3 eine zusätzliche Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen liefern und die Gesamtkapazität von Borouge auf 4,5 Millionen Tonnen ausbauen. Damit wird Borouge zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt. Borealis und Borouge werden in der Folge über eine Polyolefinkapazität von rund 8 Millionen Tonnen verfügen.

2014: Ein Konsolidierungsjahr für die Borealis Group

Im Jahr 2014 konnte Borealis seine langfristige Rohstoffflexibilität für seine petrochemische Anlage in Stenungsund, Schweden, erfolgreich verbessern. Im Februar unterzeichnete das Unternehmen einen neuen langfristigen Vertrag über Ethanlieferungen vom norwegischen Unternehmen Statoil für Borealis' Steamcracker, dessen Rohstoffflexibilität eine der höchsten in Europa ist. Neben Ethan kann der Cracker auch Naphta, Propan und Butan nutzen. Stenungsund verfügt über umfassende Lagerkapazitäten für Flüssiggas (LPG), wodurch das Unternehmen LPG von mehreren Quellen beziehen kann, mit Schiffsgrößen, die bis zu sehr großen Flüssiggastankern reichen. Im August unterzeichnete Borealis einen 10-Jahresvertrag mit Antero Resources über Ethanlieferungen aus den Vereinigten Staaten. Außerdem umfasst das Projekt eine Transportvereinbarung mit Navigator Holdings sowie eine Multimillioneninvestition in die Erneuerung des Crackers und den Bau eines Ethanspeichertanks. Das aus den Vereinigten Staaten bezogene Ethan ist eine Ergänzung zum Ethanliefervertrag mit Statoil, wodurch Borealis über mehrere attraktive Rohstoffquellen und ‑alternativen verfügt.

Eine Reihe von Rebranding-Initiativen, wie zum Beispiel die Einführung eines neuen Corporate Designs und des neuen Borealis-Slogans, wurden zeitgleich mit dem zwanzigsten Unternehmensjubiläum im März durchgeführt. Borealis hat zwanzig Jahre lang die Zukunft mit Kunststoffen mitgestaltet („Shaping the Future with Plastics"). Im Mittelpunkt der neuen Borealis-Positionierung steht nun der Slogan „Keep Discovering", der auf der Philosophie kontinuierlicher Innovation aufbaut, die schon immer ein Kernelement von Borealis darstellte und intern über das gesamte Jahr 2014 hinweg im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand.

Im August untermauerte Borealis seine Strategie, sein Polyolefingeschäft in spezifischen Marktbereichen weiter auszubauen, durch den Erwerb der restlichen Anteile an Speciality Polymers Antwerp N.V. in Zwijndrecht (Antwerpen, Belgien) von DuPont Holding Netherland B.V..

Borealis baute seine Präsenz in Südamerika weiter aus – vor allem in Brasilien, wo das Unternehmen bedeutende Investitionen in seinen Anlagenkomplex in Itatiba, in der Nähe von Sao Paulo, tätigte, um die Wachstumschancen im Zusammenhang mit bahnbrechenden Anwendungen für die Automobilindustrie und die Haushaltsgerätebranche besser nutzen zu können.

Für Borealis war das Jahr 2014 eine Phase aktiver Konsolidierung, die auf eine Transformations-Periode folgte. Das Unternehmen setzte auch seine Arbeit an den zuvor getätigten Akquisitionen wie Borealis Plastomers, früher DEXPlastomers, und Borealis' Pflanzennährstoffproduktion in Frankreich, früher GPN S.A., fort.

Ausblick

„Im Jahr 2014 haben wir daran gearbeitet, strategische Chancen zu nutzen, um eine robuste Präsenz in unserem traditionellen europäischen Basismarkt beizubehalten, während wir dem Unternehmen unterschiedliche Einnahmequellen verschafften und zugleich Borouge ausbauten", fasst Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis, das Jahr zusammen. „Was die Zukunft betrifft, so werden wir im ersten Halbjahr 2015 mit negativen Lagereffekten aufgrund der rasch fallenden Monomerpreise konfrontiert sein, und die Ertragskraft von Borouge wird aufgrund des niedrigen Ölpreises sinken. Allerdings wird uns eine niedrigere Kostenbasis dabei helfen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller zu verbessern. Borealis erwartet im Jahr 2015 solide, aber niedrigere Erträge als 2014. Das Unternehmen wird aber die Früchte der im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsolidierung ernten und vom vollständig betriebsbereiten Borouge 3 profitieren. Darüber hinaus ist Borealis für die Zukunft gut aufgestellt – als Unternehmen, das sich dazu verpflichtet hat, in eine höhere Rohstoffflexibilität zu investieren, durch die Borealis auch langfristig wettbewerbsfähig, widerstandsfähig und stabil bleiben wird."

ENDE

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Kerstin Meckler
Director Communications
Tel. +43 (0)1 22 400 389 (Wien, Österreich)
e-mail: kerstin.meckler@borealisgroup.com

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