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Borealis liefert neues Rekordergebnis 2015 mit einem Nettogewinn von EUR 988 Millionen

  • Borealis kündigt für 2015 einen Rekordgewinn von EUR 988 Millionen an, im Vergleich zu EUR 571 Millionen im Jahr 2014
  • 2015 konnten alle Geschäftsbereiche, unterstützt vom positivem Marktumfeld, ihre Ergebnisse im Vergleich zu 2014 verbessern
  • Erfolgreiche Inbetriebnahme des Borouge 3-Megaprojekts
KennzahlenQ4 

2015

Q4

2014

FY

2015

FY

2014

UmsatzerlöseEUR Millionen1.8031.9807.7008.330
NettogewinnEUR Millionen242141988571
Rückgang / (Anstieg)
der verzinslichen Nettoverschuldung
EUR Millionen223255702(28)
Verschuldungsquote (Gearing)%19%40%

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien, meldet einen Nettogewinn von EUR 242 Millionen für das vierte Quartal 2015. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2014 wurden EUR 141 Millionen Nettogewinn erwirtschaftet. Im gesamten Jahr 2015 verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von EUR 988 Millionen, im Vergleich zu EUR 571 Millionen im Jahr 2014. Die Ergebnisverbesserung gegenüber 2014 basierte auf den generell größeren Gewinnspannen im Polyolefingeschäft, auf dem höheren Beitrag des Basischemikaliengeschäfts und auf dem stärkeren Beitrag von Borouge infolge der erfolgreichen Inbetriebnahme des Borouge 3-Projekts. Bei den Basischemikalien konnten Verbesserungen im betrieblichen Bereich erzielt werden, der Gesamtbetrieb befindet sich jedoch noch nicht auf dem angepeilten Niveau.

Im vierten Quartal 2015 sank die Nettoverschuldung um EUR 223 Millionen, was hauptsächlich auf das solide Geschäftsergebnis und einen Lagerabbau infolge der Fertigstellung des Anlagen-Turnarounds in Stenungsund, Schweden, zurückzuführen war. Im Verlauf des gesamten Jahres 2015 verringerte sich die Nettoverschuldung durch die soliden Gewinne, die in allen Geschäftsbereichen eingefahren wurden, um EUR 702 Millionen. Damit war Borealis mit einer Verschuldungsquote (Gearing) von 19% zum Jahresende finanziell weiterhin stark aufgestellt.

Sicherheit

Borealis verzeichnete im Jahr 2015 eine TRI-Häufigkeit („Total Recordable Injuries") von 1,4 pro Million Arbeitsstunden, im Jahr 2014 lag der Wert bei 1,3. Bereits ein TRI von unter zwei stellt einen Spitzenwert in der Branche dar. Borealis wird seine ambitionierten Sicherheitsziele weiterhin konzentriert verfolgen und noch härter daran arbeiten, eine völlig unfallfreie Arbeitsumgebung zu schaffen. Zudem startete Borealis im Jahr 2015 eine Reihe zusätzlicher Initiativen, um das Ziel „Zero Accidents" (null Verletzungen) zu erreichen.

Borouge 3

Borouge, Borealis' Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, setzte die erfolgreiche Inbetriebnahme seines Megaprojekts „Borouge 3" im Laufe des Jahres 2015 fort. Im April fuhr Borouge die Hochdruck-Polyethylen-Anlage (LD1) mit Erfolg hoch. Mittlerweile laufen auch der Cracker und alle fünf Polyolefinanlagen planmäßig. Die einzige noch in Betrieb zu nehmende Anlage ist die Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE), welche die Inbetriebnahme des Borouge 3-Megaprojekts abschließen wird.

Bei voller Leistung wird Borouge 3 eine zusätzliche Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen bereitstellen und die Gesamtkapazität von Borouge damit auf 4,5 Millionen Tonnen steigern, wodurch Borouge zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt wird. Borealis und Borouge werden gemeinsam über eine Kapazität von rund 8 Millionen Tonnen Polyolefinen verfügen.

2015: Investitionen in die Zukunft

Neben der Fertigstellung des Borouge 3-Megaprojekts kündigte Borealis im Jahr 2015 eine Reihe größerer Investitionen in Europa und darüber hinaus an:

Im Mai setzten Borealis und die Projektentwicklungsgesellschaft Agrifos Partners LLC einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung einer Ammoniakproduktionsanlage in den Vereinigten Staaten. Borealis und Agrifos trafen eine vorläufige Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines Ammoniak-Großprojekts durch Gulf Coast Ammonia LLC (GCA). Die Anlage soll an einem bestehenden Chemieproduktionsstandort an der texanischen Golfküste errichtet werden und die langfristige Rohstoffversorgung im attraktiven US-Erdgasumfeld sicherstellen, was in weiterer Folge das Pflanzennährstoffgeschäft von Borealis zusätzlich stärken soll.

Im Juli kündigte Borealis eine Investition in Höhe von EUR 160 Millionen in Stenungsund, Schweden, für das Upgrade und die Modernisierung von vier Crackeröfen an, um die höchsten derzeit verfügbaren Standards in Bezug auf Anlagensicherheit und Energieeffizienz zu erfüllen. Diese Maßnahme wird es Borealis ermöglichen, eine verbesserte Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit sicherzustellen und zugleich die Anlagenkomplexität sowie den Wartungsaufwand zu senken.

Ende 2015 kündigte Borealis gemeinsam mit Neste und Veolia die Gründung eines Joint Venture-Unternehmens an, um ein neues Wärme- und Energiekraftwerk in Porvoo, Finnland, zu errichten. Das Kraftwerk wird Dampf und andere Betriebsmittel produzieren und an Nestes Raffinerie und Borealis' Petrochemieanlage liefern. Die Gesamtinvestitionskosten werden sich auf rund EUR 400 Millionen belaufen.

Ausblick

„2015 war finanziell gesehen ein sehr gutes Jahr für Borealis, in dem wir ein herausragendes Ergebnis einfahren konnten und den im Jahr 2014 aufgestellten Rekord noch einmal verbessert haben. Jetzt heißt es allerdings weiter daran zu arbeiten, unsere Performance im Bereich Sicherheit und die Zuverlässigkeit unserer Anlagen zu verbessern", erklärt Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. „2015 hatten wir historische Höchstwerte bei den branchenweiten Polyolefin-Gewinnspannen. Trotz niedrigerer Rohstoffkosten gingen die Polyolefinpreise nicht im gleichen Ausmaß zurück. Dies war auf die angespannte Marktlage- verursacht von einer soliden Nachfrage und Versorgungsengpässen, die vor allem durch außerplanmäßige Produktionsstillstände auftraten – zurückzuführen. Zudem waren Polyolefinimporte nach Europa infolge der Abwertung des Euros nicht wettbewerbsfähig. Wir erwarten uns im Jahr 2016 eine Entspannung der Situation, aber denken, dass die branchenweite Polyolefin-Gewinnspanne solide bleiben wird. Darüber hinaus erwarten wir uns weitere Verbesserungen im Pflanzennährstoffbereich, während Borouge weiterhin mit dem schwachen Preisumfeld in Asien konfrontiert sein wird. Generell erwartet Borealis für das Jahr 2016 eine solide, wenngleich geringere Ertragskraft des Unternehmens als im Jahr 2015, wobei unsere Strategie, die drei Profit-Centers Polyolefine, Basischemikalien und Borouge weiter auszubauen, zur Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Unternehmens beitragen wird."

ENDE

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Kerstin Meckler
Director Communications
Tel. +43 (0)1 22 400 389 (Wien, Österreich)
e-mail: kerstin.meckler@borealisgroup.com  

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